Hormone sind chemische Botensubstanzen. Sie regeln wichtige Stoffwechselvorgänge und werden, z. T. an Eiweiße gebunden, über die Blutbahn transportiert. Hormone wirken bereits in winzigen Mengen.

Einige Hormone sind Eiweiße, die von Einzelzellen oder Geweben ("endokrine Drüsen") gebildet werden, um anderen Zellen oder Organen Informationen zu vermitteln. Sie heften sich an "Hormonrezeptoren" auf den Zelloberflächen anderer Organe.

Andere Hormone sind "Steroide", die sich durch einen ganz bestimmten Aufbau ihrer Moleküle auszeichnen. Sie binden sich an "Rezeptoren" im Zellinneren und wirken im Zellkern.

Solche Hormonrezeptoren werden von bestimmten Zellen ausgebildet und können auch krankhaft vermindert sein. Die betreffenden Hormone können dann nicht wirken.

  • Hormone werden nach dem Antigen-Antikörper-Prinzip gemessen.
  • Da Hormone nur in winzigen Mengen im Blutserum vorhanden sind, muß man sich bei deren Bestimmung mit einem Trick behelfen: Es werden dem gesuchten Hormon (Antigen) identische, aber radioaktiv markierte Stoffe ("heiße Antigene") im Serum beigemischt. Gibt man dann zum Antigen passende Antikörper hinzu, so wetteifern die  Antigene um freie Antikörper, um sich daran zu binden. Dabei ist die Menge der Antigene entscheidend für den Erfolg: War im Serum mehr "Patienten-Hormon" als "heißes Antigen" vorhanden, so konnten auch mehr "Patienten-Hormone" an Antikörper binden. Umgekehrt konnte viel "heißes Antigen" binden, wenn wenig Hormone des Patienten im Serum waren. Die meßbare Radioaktivität gibt nun Auskunft darüber, wieviel gesuchtes Hormon vorhanden war (RIA = Radio-Immuno-Assay). Auf ähnliche Weise kann umgekehrt nach Antikörpern gesucht werden.
  • Antigene können statt radioaktiv auch mit Enzymen markiert werden (ELISA = enzyme-linked immunosorbent assay)