Wirkstoff: Vitamin-E-acetat, Magnesiumoxid

Indikationen:

  • Therapie von kombinierten Vitamin E- und Magnesium-Mangelzuständen  (z.B. bei sportlicher Belastung, Resorptionsstörungen)
  • Vitamin-E-Mangelzustände bei Resorptionsstörungen, die eine parenterale Gabe von Magnesium noch nicht erforderlich machen.
  • Magnesiummangel: Wenn er Ursache für Störungen der Muskeltätigkeit (neuromuskuläre Störungen, Wadenkrämpfe) ist.

Eigenschaften:

  • Mapurit beeinflusst positiv alle durch ein Magnesiumdefizit hervorgerufenen Funktionsstörungen des Nervensystems (Muskelkrämpfe, Parästhesien, Konzentrationsstörungen, rasche psychische und physische Erschöpfbarkeit, Atemnot), des Gastrointestinaltraktes (abwechselnde Obstipation und Diarrhoe, kolikartige Spasmen), des kardiovaskulären Systems (Herzjagen und -rhythmusstörungen, Angina pectoris, Gefäßspasmen sowie erhöhte Digitalisempfindlichkeit), des weiblichen Genitalsystems (späte Menarche, Zyklusstörungen, Dysmenorrhoe, Hypermenorrhoe), sowie des Ernährungszustandes (Störungsanzeichen wie Fingernagelbrüchigkeit und erhöhte Kariesanfälligkeit). Vitamin E mit ?-Tocopherol ist ein fettlösliches Vitamin, dessen Hauptfunktion seine antioxidierende Wirkung im Stoffwechsel ist. Vitamin E, in größeren Mengen zugeführt, reichert sich in den Lipidschichten der Zellmembran an und schützt diese gegen oxidative Schädigungen. Diese die Mitochondrien stabilisierende Wirkung begründet die Therapiemöglichkeiten mit Vitamin E bei Sauerstoffmangelerscheinungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Alterserscheinungen, im Leistungssport und bei geistigen und körperlichen Streßsituationen.

Nebenwirkungen:

  • Bei hoher Dosierung kann es zu weichen Stühlen kommen, die jedoch unbedenklich sind. Bei hochdosierter und länger andauernder Einnahme des Präparates können Müdigkeitserscheinungen auftreten. Das kann ein Hinweis darauf sein, daß bereits eine erhöhte Magnesiumkonzentration im Blut erreicht ist. Dann ist als Sicherheitsmaßnahme die Einnahme abzusetzen. Bei der Einnahme von Glycerol in hohen Dosen können Kopfschmerzen, Magenbeschwerden (Magenverstimmung) und Durchfall auftreten. Sojabohnenöl und Sojalecithin (Phospholipide aus Soja)  können sehr selten allergische Reaktionen hervorrufen.

Gegenanzeigen:

  • Bei Nierenfunktions- und Herzrhythmusstörungen soll das Arzneimittel nicht ohne ärztliche Betreuung angewendet werden. Gegebenenfalls sollte geprüft werden, ob sich aus dem Elektrolytstatus eine Gegenanzeige ergibt. Bei Überemfindlichkeit (Allergie) gegenüber DL-?-Tocopherolacetat (Vitamin-E-Acetat), Magnesiumoxid, Soja, Erdnuss, oder einem der sonstigen Bestandteile von Mapurit.

Wechselwirkungen:

  • Magnesium-Präparate sollen nicht gleichzeitig mit Tetracyclinen eingenommen werden, da eine wechselseitige Behinderung der Aufnahme (Resorption) stattfindet. Die Aufnahme von Eisen kann durch die Einnahme von Magnesium gestört sein.

Handelsform:

  • Kapseln