Die Endobiosebelastung ist in aller Regel die Folge von falschen Verhaltensweisen, die sehr vielfältig sein können. Falsche Ernährung, exogene Gifte, genetische Belastungen, phsychische Spannungszustände und vieles andere noch führen zu Milieuveränderungen im Organismus, die nun den Nährboden bilden für die pathogenetische Voraussetzung einer Mochlolyse (Entriegelung), ein Überschreiten der Grenze in das parasitäre Stadium des Endobionten.

Dabei muß auch die Bakterienphase des Mucor noch lange nicht pathogen sein; er hält sich ja bei einer gesunden Bakterienflora in jedem Mund auf. Wir haben aber auch die Leptotrichea buccalis Robin (Synonym Siphonospora polymorpha v. Brehmer), das Bakterienstadium des Mucor racemosus Fresen im Blut, wo sie allerdings eine Anzahl nicht überschreiten sollte. Die Entwicklung zum Pilz ist möglich bei entsprechender Voraussetzung. Auch die Örtlichkeit ist also von entscheidender Bedeutung für die Beurteilung, ob pathogen oder apathogen. Die niedervalenten Formen des Mucor werden ständig immer wieder durch Kopulation abgebaut und bei funktionierender Ausscheidung über Darm, Niere, Lunge und Haut ausgeschieden.
Bei nicht genügender Ausscheidung kommt es natürlich durch Verschiebungen zum Einnisten des Endobionten und zu den für ihn typischen Erkrankungsformen; das sind in erster Linie alle Krankheiten, die mit Stauungen generell zu tun haben. Vor allem denken wir hier natürlich an die von Blutstauungen ausgehenden Krankheitsformen und alle zum rheumatischen Formenkreis gehörenden Krankheitsformen, die ebenfalls sehr vielfältig sein können.

Das läßt erkennen, daß mit diesen beiden Gruppen von Krankheitsbildern tausende von Endkrankheiten bzw. organspezifischen Substanzverlusterkrankungen abgedeckt werden. Bei dieser Erkenntnis ist auch die erwähnte Äußerung von Professor Sauerbruch besser zu verstehen. Die klassifikatorische Einordnung aller möglichen Beschwerdebilder nach herkömmlicher dogmatischer Terminologie ist schlichtweg keine Diagnose, sondern lediglich die Feststellung einer personotrop einmaligen und bei keinem anderen Patienten wiederkehrenden Zustandserscheinung. Das sind häufig genug mit Substanzverlust einhergehende, nicht renovative Störungen.