Bekanntlich handelt es sich bei der Therapie nach dem SANUM-Konzept um eine isopathische Therapie - neben einer immunbiologischen Therapie - die ja von der Tatsache ausgeht, daß in jedem höher entwickelten Lebewesen, einerlei ob Tier oder Mensch, und in jeder einzelnen Körperzelle aller Organe der Urbaustein des Mucor racemosus Fresens, bei tuberkulinischer Belastung auch der des Aspergillus niger van Tieghem vorhanden ist.

Diese kleinste Entwicklungsform, das Protit, mit einem Durchmesser von nur 0,002 bis 0,01 µm (1µm = 0,001 mm), also kleiner als ein hunderttausendstel bis ein millionstel Millimeter, ist ein homogenes, unorganisiertes, unbewegliches, jedoch lebendes Eiweiß in Kolloidform, das weder Lipoide noch Nucleinsäurederivate einschließt, oder um sich herum lagert.

Es ist allerdings die Urform des Lebens überhaupt.

Die Mikrobiologin Professor Brigitte Gedek, München, nennt diesen Urbaustein in ihrem Kompendium der medizinischen Mykologie einen "Kosmopoliten", da er praktisch allgegenwärtig ist. Diese Aussage ist sicherlich schon allein deswegen berechtigt, da der Mucor-Protit, wie schon gesagt, in jeder Zelle höher entwickelter Lebewesen vorhanden ist. Dabei ist er in seiner Primitivform ein uns wichtiger Symbiont, in seinen höherentwickelten Phasen allerdings ein arger Feind, der in Zwischenphasen schon an sehr vielen Krankheiten und Funktionsstörungen beteiligt ist.

Das Zusammenleben mit dem Protit des Mucor racemosus kann durch vielfache Ursachen schnell von einer Symbiose in einen Parasitismus abgleiten. Dazu später mehr. Da die Protitform des Mucor auch in den Ei- und Spermazellen und in allen Körperflüssigkeiten vorkommt, gibt es keinen Menschen, der nicht diaplazentar im Moment der Kopulation Sperma/Eizelle bereits seine "Erstinfektion" durchmacht, die man auch als Erstimpfung ansehen kann.